Wie kalkuliert eine Agentur eine Website-Erstellung?
KI-generiertes Bild / Prompting über Midjourney

Viele Auftraggeber:innen stehen vor derselben Frage: Warum kostet eine Website bei einer Agentur mehrere tausend Euro – und wie setzt sich dieser Preis eigentlich zusammen? Die kurze Antwort: Eine professionelle Website ist kein standardisiertes Produkt, sondern ein strategisches Projekt, das individuell geplant, gestaltet und umgesetzt wird. Die lange Antwort erklären wir hier – transparent, nachvollziehbar und ohne Agentur-Floskeln.

1. Kalkulation beginnt nicht beim Design, sondern beim Ziel

Eine seriöse Website-Kalkulation startet nicht mit Layouts oder Technik, sondern mit Fragen wie:

  • Welche Aufgabe soll die Website erfüllen?
  • Wen soll sie erreichen?
  • Welche Rolle spielt sie im Gesamtauftritt des Unternehmens?
  • Soll sie informieren, überzeugen, verkaufen oder Bewerbungen generieren?

Diese Klärung ist entscheidend, weil sie den Umfang, die Tiefe und die Prioritäten des Projekts bestimmt.

Je strategischer eine Website gedacht ist, desto größer ist der konzeptionelle Anteil in der Kalkulation.

Kurz gesagt:

Eine Website ohne klares Ziel ist günstiger – aber fast immer wirkungslos.

2. Konzeption & Struktur: Der Teil, den man nicht sieht – aber spürt

Bevor Design entsteht, wird die Website strukturell durchdacht:

  • Seitenarchitektur & Inhalte
  • Nutzerführung und Informationslogik
  • Priorisierung von Botschaften
  • SEO-Grundstruktur (Themen, Seiten, URLs)

Diese Phase sorgt dafür, dass Besucher:innen sich orientieren können, Inhalte verstehen – und nicht abspringen.

Agenturen kalkulieren hier Denkzeit, Erfahrung und strategische Planung. Dieser Aufwand ist oft unsichtbar, aber maßgeblich für den späteren Erfolg.

3. Design: Visuelle Klarheit statt „schön machen“

Design ist kein Selbstzweck.

In der Kalkulation geht es nicht um Farben oder Geschmack, sondern um:

  • visuelle Übersetzung der Marke
  • Wiedererkennbarkeit
  • Lesbarkeit und Hierarchie
  • Vertrauen und Professionalität

Der Aufwand steigt mit dem Grad der Individualisierung:

  • individuelles Layout vs. angepasstes Template
  • besondere Seitentypen oder Module
  • Illustrationen, Bildkonzepte, Animationen

Je mehr eine Website visuell eigenständig und markenprägend sein soll, desto höher ist der gestalterische Anteil.

4. Technische Umsetzung: Stabilität, Performance, Wartbarkeit

Die technische Umsetzung umfasst weit mehr als das „Zusammenbauen“ von Seiten:

  • CMS-Setup und saubere Struktur
  • responsive Umsetzung
  • Performance-Optimierung
  • Sicherheitsaspekte
  • Erweiterbarkeit für zukünftige Inhalte

Zusätzliche Funktionen (Formulare, Mehrsprachigkeit, Blog, Schnittstellen) erhöhen den Aufwand entsprechend.

Agenturen kalkulieren hier Zeit, Komplexität und Verantwortung – nicht nur Code-Zeilen.

5. Inhalte & SEO: Häufig unterschätzt, oft entscheidend

Ein relevanter Kostenfaktor ist die Frage:

Wer liefert die Inhalte – und in welcher Qualität?

Zur Kalkulation gehören z. B.:

  • Texterstellung oder -überarbeitung
  • inhaltliche Strukturierung
  • Bildkonzepte oder Recherche
  • SEO-Basics für Sichtbarkeit

Je mehr Inhalte strategisch gedacht und sauber aufbereitet werden, desto nachhaltiger wirkt die Website – technisch wie inhaltlich.

6. Projektmanagement: Qualität entsteht nicht zufällig

Eine Website entsteht nicht linear, sondern in Abstimmungen, Feedbackrunden und Entscheidungen.

Projektmanagement umfasst u. a.:

  • strukturierte Kommunikation
  • Koordination von Feedback
  • saubere Korrekturschleifen
  • Qualitätssicherung

Auch das ist Teil einer realistischen Kalkulation – selbst wenn es im fertigen Ergebnis nicht sichtbar ist.

7. Warum Website-Angebote kaum vergleichbar sind

Zwei Angebote für „eine Website“ können stark variieren, weil sie:

  • unterschiedliche Ziele abbilden
  • andere Qualitätsansprüche haben
  • mehr oder weniger strategische Arbeit enthalten
  • auf kurzfristige Umsetzung oder langfristige Wirkung ausgelegt sind

Der Preis allein sagt wenig aus.

Entscheidend ist, was tatsächlich geleistet wird – und warum.

Fazit: Website-Kosten sind kein Pauschalpreis, sondern eine Entscheidung

Eine Agentur kalkuliert eine Website auf Basis von:

  • Ziel & Anspruch
  • Komplexität
  • benötigter Expertise
  • Zeit und Verantwortung

Wer diese Zusammenhänge versteht, kann Angebote besser einordnen – und bewusster entscheiden, welcher Weg sinnvoll ist.

Wenn du gerade vor der Frage stehst, welcher Umfang für dein Projekt sinnvoll ist, lässt sich das selten pauschal beantworten.

In einem strukturierten Gespräch klären wir, welche Bausteine für deine Website wirklich relevant sind – und wo Aufwand sinnvoll investiert ist.

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