Agenturen kalkulieren Websites auf Basis von Leistungsumfang, Komplexität und internem Aufwand. Die drei gängigsten Modelle sind Stundensatz-Abrechnung, Projektpauschalen und modulare Kalkulation. Transparenz über den Scope ist wichtiger als der günstigste Preis – denn der bestimmt, was am Ende entsteht.
Wer drei Agenturen nach einem Angebot fragt, bekommt drei sehr unterschiedliche Zahlen. Das liegt nicht an Willkür, sondern daran, dass jede Agentur andere Leistungen einschließt, andere Prozesse hat und andere Qualitätsstandards anlegt.
Ein Angebot über 8.000 Euro kann ein komplettes Projekt sein – oder nur die technische Umsetzung ohne Strategie, Inhalte und Testing. Der Preis allein sagt wenig. Entscheidend ist, was im Scope enthalten ist.
Die Agentur rechnet den tatsächlichen Aufwand ab – in der Regel auf Basis von Stundensätzen zwischen 90 und 160 Euro. Der Vorteil: Flexibilität bei Änderungen im Projektverlauf. Der Nachteil: schwer planbare Gesamtkosten, wenn der Scope nicht klar definiert ist.
Ein Festpreis für ein klar definiertes Projekt. Der Vorteil: Planungssicherheit für beide Seiten. Der Nachteil: Änderungen am Scope führen zu Nachkalkulationen. Pauschalen funktionieren gut, wenn die Anforderungen vorab klar sind.
Die Agentur zerlegt das Projekt in einzelne Leistungsbausteine – etwa Strategie, Design, Entwicklung, Inhalte, Testing und Launch. Jedes Modul hat einen definierten Umfang und Preis. Auftraggeber:innen entscheiden, welche Module sie buchen. Dieses Modell bietet die beste Balance aus Transparenz und Flexibilität.
Zieldefinition, Seitenstruktur, Nutzerführung und Priorisierung der Inhalte. Dieser Schritt wird oft unterschätzt, ist aber der wichtigste Kostenfaktor – weil er alle folgenden Schritte beeinflusst.
Visuelles Konzept, Screendesign, Responsive-Layouts und Gestaltungssystem. Individuelles Design kostet mehr als ein Template, liefert aber auch einen anderen Wirkungsgrad.
Frontend-Entwicklung, CMS-Anbindung, Formulare, Performance-Optimierung und ggf. Schnittstellen. Der technische Aufwand hängt stark von den funktionalen Anforderungen ab.
Texte, Bildwelten und ggf. Fotografie oder Illustration. Ob die Agentur Inhalte liefert oder das Unternehmen selbst – diese Klärung beeinflusst den Preis erheblich.
Qualitätssicherung, Browserkompatibilität, Go-Live und Dokumentation. Wird oft vergessen, gehört aber in jede seriöse Kalkulation.
Ein gutes Angebot macht den Scope transparent: Was ist enthalten, was nicht? Wie viele Korrekturschleifen sind eingeplant? Was passiert bei Änderungen? Ein günstiges Angebot ohne klare Scope-Definition ist kein gutes Angebot – es ist ein Risiko.
Der effektivste Weg zu einer belastbaren Kalkulation ist ein gutes Briefing. Je klarer die Anforderungen formuliert sind, desto präziser kann eine Agentur kalkulieren.
Büro Bloock arbeitet mit einer modularen Kalkulation: Jedes Projekt wird in klar definierte Leistungsbausteine zerlegt. Was zum Einsatz kommt, klären wir im Erstgespräch – auf Basis eurer Ziele, nicht eines starren Pakets.